November

Adventszeit.

Auch in Shanghai ist Weihnachten angekommen, man glaubt es kaum. Ein wenig komisch ist es schon bei 12 Grad Weihnachtsbäume und Weihnachtsdeko an jeder Ecke zu sehen. Vor allem neben den ganzen Chinesen - das ist irgendwie seltsam, aber auf eine paradoxe Art und Weise passt es zusammen. Die Adventszeit beginnt und ich muss in der nächsten Zeit noch mal schön alle Fakemarkets abklappern oder eben taobao, um alle Geschenke zu bekommen. Es ist der 24.11.2012. In einem Monat bin ich endlich wieder daheim bei meinen Liebsten. Hier ein paar Impressionen:

24.11.12 11:28, kommentieren

按摩 ànmó - Traditionelle chinesische Massage

Ein kleiner Massageladen an der Shanghai Library Station, versteckt in irgendwelchen Gassen. 1 Stunde Ganzkoerpermassage und am nächsten Taq Schmerzen inklusive. Petra und ich haben festgestellt, nach dem der Masseur zumindest mir gesagt hat, dass ich sehr verspannt bin (und das natürlich nicht nur sagt, um unser Wiederkommen zu garantieren), dass wir uns das einmal im Monat mal gönnen müssen. So ein Bürojob ist ja auch anstrengend und das haben wir in Deutschland nie zuvor bemerkt. Hier in China, wo die Massage nur 10 Euro kostet, haben wir es jetzt eingesehen und werden unseren Körper nun gezwungenermaßen pflegen. Man muss ja schliesslich auch etwas fuer seine Gesundheit tun... Nun kurz noch eine Empfehlung, für all die Menschen, die noch nach China reisen möchten: Nehmt euch genug westliche Produkte mit, sei es Deo, Duschzeug, Schminke, Shampoo (Head and Shoulder 8 Euro die Flasche!). Es ist unglaublich wie viel Importartikel hier kosten. Gut, dass ich meinen Zwischenstopp über Weihnachten in Solingen hab, ansonsten müsste ich mein gesamtes Gehalt für solche Produkte aufwenden.

24.11.12 02:34, kommentieren

In Peking geht alles in die Breite, in Shanghai alles in die Hoehe...

...auch wenn ich das Gefuehl habe, dass ich eher zu Peking passe, denn mit dem ganzen Essen hier werde ich sicherlich nicht wachsen.

Das Wochenende ist vorbei und die Arbeit ruft. Dennoch ist neben meinem Trip nach Qibao auch noch der Sonntag ganz nennenswert. Denn Lisa, ich und Co. bestiegen alle 2000 Stufen des Financial Trade Centres in Shanghai. 2 Stunden haben wir uns hoch gehievt bis wir voller Erschoepfung ganz oben angekommen sind und leider den Sonnenuntergang verpasst haben. Und nun ernsthaft: Mit dem Aufzug faehrt man ca. 2 Minuten hoch und dann ist man ganz oben auf dem Wolkenkratzer angekommen (als ob ich mich hier jemals sportlich betaetigen wuerde ). Eine schoene Aussicht, Fotos folgen. Da ich allerdings ein sehr "Ess"-begeisterter Mensch bin moechte ich das wichtigste an der ganzen Sache nicht unterschlagen: Ich habe den besten Kumpir neben dem Tower verschlungen, den ich jemals gegessen habe. Visitenkarte wurde eingesteckt, sodass mich der Taxifahrer dort immer hinfahren kann, sobald ich Lust auf eine vorzuegliche Kartoffel mit Allerlei verspuere.

20.11.12 06:24, kommentieren

Qibao - in Shanghai und doch woanders

Eine kleine Wasserstadt in Shanghai, die es besonders am Wochenende in sich hat. Vollkommen überlaufene Gassen, kaum Touristen, nur Chinesen. Dennoch ein Ort, der sich wirklich lohnt zu besichtigen (vielleicht einfach mal nicht am Wochenende). Gerade 1 Stunde vom Zentrum Shanghais entfernt liegt dieses Örtchen mit vielem traditionellen Flair. Besonders das Strassenessen schmeckt unglaublich! Man geht von Stand zu Stand - gönnt sich hier mal einen Lammspiess, dort Wachteleier und drüben noch mal eine ordentliche Portion Baozi. Leider muss man zugeben, dass alle Gassen, Häusschen und und und schon sehr renoviert aussehen und eben für Touristen ansprechend saniert wurden. Aber (!) das leckere Essen dort entschuldigt alles. Eine schöne Stadt, die mit der U-Bahn zu erreichen ist und das Kleingeld im Portmonai schont.

18.11.12 04:55, kommentieren

30 Tage im Reich der Mitte - 30 Tage in Shanghai.

Und ich lebe noch. Vieles ist passiert: Riesengrosse Wohnung von meinem Unternehmen erhalten, Strassenessen probiert und am naechsten Tag Ausschlag bekommen, Oktoberfest in Shanghai gefeiert, Geschaeftsessen mit dem Vorstand ueberlebt, zusaetzlich noch einen Sprachkurs angefangen, huebsche Lederstiefel fuer einen unschlagbaren Preis erhandelt, viele deutsche Praktikanten getroffen, Temperaturen von 25 bis 10 Grad miterlebt, Karaoke singen gegangen, Pearl Tower und die ganzen anderen Hochhaeuser besichtigt, nach Suzhou gefahren und ein wenig traditionelles China erlebt, zwischendurch noch arbeiten und Kurzfilme in der Produktion gedreht, Waesche mit einer Kaltwaschmaschine gewaschen und das Beste vom Besten ist nicht mehr Teller abspuelen zu muessen, weil das meine liebe Ayi macht.

Von all den Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, sind die oben aufgelisteten lediglich ein Bruchteil von dem, was ich hier alles erlebe. Daher dieser Blog, um sich auch noch nach 10 Jahren an diese Zeit erinnern zu koennen.

13.11.12 05:50, kommentieren


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